21.07.2008

wohnanlage - straßwalchen (58 wohnungen)

 

     
                                                                                                        fotos @ rupert poschacher

konzept:

ausgangspunkt der überlegungen war die bestandsaufnahme der näheren umgebung. unterschiedlichste baukörper in form, höhe und dachausbildung prägen das umfeld. zwischen den häusern entstehen meist nur „ resträume „. eine eigenständige architektursprache, welche sich durch einhaltung von vorher formulierten planungsgrundsätzen ableitet, ist die logische konsequenz.

 

planungsgrundsätze: 

zusammenhängende freiräume
gliederung der freiräume in öffentliche und private bereiche                       
angebot von befestigten freiflächen (jugend) und grünflächen (kinder)
autofreie wohnanlage, private freibereiche für jede wohnung
wohnräume west, west-ost, oder süd – orientiert
teilweise „rollstuhlgerechte“ ausführung der wohnungen 

durch anheben der tiefgarage wird einerseits für die tiefgarage eine natürliche belichtung und belüftung erreicht, andererseits entsteht dadurch eine deutlich zäsur zwischen den privatgärten und den öffentlichen flächen. das zusammenbauen von mehreren wohneinheiten zu einer „ stange“ im bereich haus II und III ermöglicht erst die schaffung von großzügigen, zusammenhängenden, freiflächen. als reaktion auf die nachbarschaft sind diese „stangen“ im wesentlichen zweigeschossig ausgeführt.
punktuell zurückgesetzt sind dachaufbauten, die in einem anderem material ausgeführt wurden. als räumliche begrenzung für den befestigten platz im südwesten der anlage dient ein viergeschossiger bau. entlang dieses platzes wird auch ein öffentlicher fußweg geführt. dieser platz soll begegnungsraum der bewohner und treffpunkt für die jugend sein. die wohnungen im erdgeschoß haben vorgelagerte gärten, die dächer der „stangen“ sind begrünt
.

 

materialien:

die baukörper wurden massiv hergestellt, mit wärmedämmung eingepackt und verputzt. die farbe ist weiß.
die zurückgesetzten dachaufbauten, die balkonbrüstungen bei haus I, sowie die hauseingänge bei haus II und III haben als kontrast zur weißen putzfläche eine dunkel eingefärbte oberfläche in einem anderem material.
die befestigten flächen erhalten einen fugenlosen belag .
die bepflanzung erfolgt mit heimischen laubbäumen.