30.09.2014

seniorenwohnheim werfen - baukünstlerischer wettbewerb - 1.preis

städtebau/ landschaft

ein konglomerat aus unterschiedlichen bauformen und baudichten prägt das bestehende straßenbild, eine eindeutige tektonische trennung zwischen bestehender und neuer substanz bestimmt das konzept, der einfache kubische körper („platzbildend“ von der straße abgerückt), bildet einen räumlichen abschluss zum baulichen umfeld und erzeugt eine neue identität des „ortes“, das versetzen der volumina definiert großzügige außenräume mit unterschiedlichen qualitäten und verknüpft die baukörper mit der landschaft,
tageslicht und sichtbezüge als innere hauptgestaltungselemente machen innen- und außenräume les-, spür-und erlebbar

gebäude/ funktion

die funktionelle innere organisation des raumprogrammes folgt der topografischen gegebenheit, leichte orientierbarkeit innen und außen,
„logischer“ haupteingang führt über neu definierten Platz, tageslicht begleitet den weg durch das haus, klare räumliche trennung zwischen den funktionen „rotes kreuz“ und altenwohnheim - das bindeglied stellt der zentrale mehrzweckraum dar,

“wohnen” ist das zentrale thema des konzeptes,
ausrichtung zur sonne - süd/ost mit direkter anbindung zu den außenräumen,
wohnen an der glasfassade (tageslicht) und entlang der loggia (lichtreduziert) generieren unterschiedliche raumqualitäten,
großzügiger raumzuschnitt erlaubt variable raumnutzung/ möblierung/ bestuhlung,
übersichtlich für die betreuung entsteht ein natürliches „nähe-distanzgefüge“ und motiviert zur beteiligung am „alltag“

material/ gestaltung

reduzierung auf wenige prägnante materialien - ökologische und nachhaltige bauweise sind parameter für die wahl und behandlung der oberflächen

gebäudehülle

das monolithische werkstoffgefüge bildet einen beabsichtigten kontrast zu den bewußt gesetzten glasflächen, großzügige verglasungen in eichenrahmen mit eichenlüftungsflügeln stellen den außenbezug zu den bewohnerzimmern her, die ablesbarkeit der funktionen erfolgt durch die gewählte textur, das extensive gründach bildet den oberen gebäudeabschluss,
bauteile,decken, scheiben und säulen bestehen aus konventioneller stahlbetonstrktur, trennwände in trockenbauweise, holz als boden im wechselspiel zu glas und massiven umwandungen, akustisch erforderliche unterdecken werden abgehängt

außenanlagen

vorplatz - eingangsbereich als fortführung der übergeordneten „marktgestaltung“ in granit, gartengestaltung mit heimischen sträuchern und mobiliar aus holz erweitern das außenraumangebot für die bewohner

energetisches und ökologisches konzept

die minimierung der bauteiloberfläche und der kompakt konzipierte baukörper ist die grundvoraussetzung für eine optimierte energiebilanz, hochwertig dämmende umfassungsbauteile ermöglichen behagliche innenoberflächentempereaturen und garantieren einen geringen kaltluftabfall entlang der fassade,
der gezielte einsatz massiver hauptbauteile dient der schaffung speicherfähiger massen, das extensive gründach bildet sowohl bezüglich der wärmebilanz als auch bezüglich des feuchtigkeitshaushaltes, inklusive mikroklimatischer faktoren, einen idealen oberen gebäudeabschluss

heizung/ kühlung
aufbauend auf den vorgaben einer kontrollierten be- und entlüftung wird das prinzip der wärmerückgewinnung im sommer umgedreht und mittels plattenwärmetauscher die zuluft konditioniert, über freie nachtkühlung wird mit der kontrollierten wohnraumlüftung die max. raumtemperatur abgesenkt, außenliegender sonnenschutz übernimmt primär die aufgabe gegen überhitzung, holz/ pellets ist das medium für die beheizung, die wärme wird über den fußboden flächig abgegeben,

solare energie
aktive nutzung der sonnenenergie durch großzügige verglasungen der „wohnräume“ in richtung südosten, außenliegender sonnenschutz verhindert eine überhitzung im sommer,
optional photovoltaikzellen am dach zur stromproduktion,

tages/ kunstlicht
tageslichtführung in allen funktionsbereichen des gebäudes, sonnenschutzlamellen verhindern blendung und überhitzung, durch dimmbare, elektronische vorschaltgeräte mit intelligenter lichtsteuerung werden gegenüber konventionellen beleuchtungsanlagen betriebskosten gespart

ökologish optimierte materialwahl
die bauteiladäquate funktionell logische verwendung von beton/ betonwerkstoffen, holz und glas unterstreicht in bezug auf die gebäudenutzung die nachhaltigkeit dieser materialien.