14.12.2011

gemeindezentrum kuchl - baukünstlerischer wettbewerb

 

 

 

zusammenarbeit mit gimpl rupert

 

architektur funktion material

der entwurf reagiert auf die städtebaulich indifferente ecksituation im kreuzungsbereich salzachtalbundesstraße raiffeisenstraße mit einem neubau (solitär) der den entstehenden vorgelagerten platz dominiert

die baufigur entwickelt sich nicht flächig sondern über mehrere geschosse, da eine bewusste höhenentwicklung die situation neu definiert - außerdem beziehen sich die sichtachsen in den obergeschossen auf die umliegende landschaftssituation (göllblick etc.) bzw. ermöglichen das “kontemplative” des dörflichen alltagsgeschehens

die differenzierte und doch artikulierte bauform - mit unterschiedlichen außenräumen - am bauplatz verstärkt die dialektik zwischen gemeindezentrum und umgebung

die baufigur entwickelt sich daher aus dem vom baureglement maximal zugelassenen volumen, diese relative, systematische logik - des reglements - bestimmungen bezüglich nachbarrechten sowie die anforderungen der nutzer ergeben die notwendige form für diesen körper

innerhalb dieser hülle entfaltet sich das raumprogramm logisch und funktionell über 3 bzw. 4 geschosse

ein gleichgewicht additiver und rhytmisierter elemente im grund- und aufriss entwickelt ein arbeitsfeld von diszipliniertem ausdruck

das konzept folgt dem traditionellen bautyp des rathauses mit freiem erdgeschoss

die optische transparenz vermittelt offenheit und akzentuiert die blickbeziehungen zwischen alt und neu

vom verglasten erdgeschossbereich mit bürgerservice gelangt man über eine großzügige treppe zur durchgängigen foyerzone vor den büros im ersten obergeschoss die sich zum platz hin öffnet

über der verwaltungsebene befinden sich im zweiten obergeschoss die finanzverwaltung mit aufenthalt und terrasse, zuoberst der sitzungssaal mit blickbeziehung hoher göll und terrasse

die vertikale erschließung mit nur einem “treppenhaus” und lift an der schnittstelle zwischen gemeinde und raika lassen ein spannendes wechselspiel von innenräumlichen differenzierungen bzw. ausblicken nach außen zu

konstruktiv besteht das gebäude im erdgeschoß bzw. nordseitig aus einem in ortbeton gegossenen tragwerk, die außenhaut bildet punktuell eine zweite betonschale bzw. eine eingeschobene intarsienartig strukturierte holzfassade